5. Video-Aktivismus

Die Art und Weise, wie Aktionen dokumentiert werden oder wie eine Meinung wiedergegeben wird, überschneidet sich mit Video-Journalismus und Dokumentarfilm.
Der Unterschied zwischen Video-Aktivismus, Video-Journalismus und Dokumentarfilm ist fliessend.
Über einige Grundsätze sind sich Video-AktivistInnen jedoch einig:

  • Aktionen aus der Sicht der AktivistInnen, die sie durchführen, dokumentieren.

  • Bei Aktionen oder Demonstrationen filmen, um Polizeigewalt zu verhindern oder zu vermindern und um eigenes Beweismaterial zu haben.

(Bei diesen Beispielen wird deutlich, dass es die AktivistInnen selber sind, die die Kamera in die Hand nehmen. Wenn sich Leute auf diese Aufgabe spezialisieren, ist die Grenze zum Video-Journalismus schnell überschritten.)

Es gibt verschiedene Formate, denen sich Video-AktivistInnen bedienen. Gemeinsam ist jedoch der Anspruch, zu informieren, motivieren und aktivieren:

  • Es gibt kurze Videoclips, die im Internet oder auf der Strasse gezeigt werden, um Öffentlichkeit zu schaffen und/oder gegen einen konkreten Umstand zu protestieren, z.B. um Nazis zu outen.

  • Es gibt Mobilisierungsvideos (Werbetrailer) für ein bestimmtes Ereignis.

  • Es gibt "How to do"-Videos, in denen eine bestimmte Aktionsform vorgestellt und Schritt für Schritt erklärt wird.

  • Es gibt Videos, die auf einer Informationsveranstaltung oder bei einer bestimmten Kampagne benutzt werden können. Diese Form von Produktionen nähert sich dem Dokumentarfilm an.



Einige Beispiel-Videos


Video-Reportage über G.A.T.S.-Abkommen

"How to do"-Video: Lock-On-Aktion gegen Castor-Transport

Kampagnen-Video der Clean Clothes-Kampagne

Kampagnen-Video der Anti-Pelz-Kampagne

Trailer des "European Newsreal Video-Magazins"