50 mal die halbe Wirklichkeit

Video wird auf einem (analogen) Fernseher durch ein Elektronenbündel wiedergegeben, dass jede Bildlinie von links nach rechts durchläuft und dann auf der nächsten Linie weiterläuft. Unten angekommen springt das Elektronenbündel wieder auf die erste Linie, um das nächste Bild zu schaffen. Die Wiedergabe von 16 Bildern pro Sekunde wird durch das menschliche Auge als fliessende und kontinuierliche Wiedergabe empfunden. Mehr Bilder pro Sekunde liefern ein qualitativ besseres Bild. Für das Fernsehen sind 25 Bilder pro Sekunde gewählt worden, weil das Elektrizitätznetz eine Frequenz von 50 Hz hat, und es dadurch einfach ist, eine Frequenz von 25 Hz zu schaffen.

Kleine Schwankungen der Lichtintensität werden als störendes Flimmern wahrgenommen. Um das wegzukriegen, ist eine Frequenz von 50-60 Hz nötig. Beim Film wird das Problem gelöst durch eine Blende, die nach jedem Bild für eine kurze Unterbrechung sorgt. Beim Fernsehen wird das Problem durch sogenannte Halbbilder gelöst. Zuerst werden die ungeraden, dann die geraden Bildlinien aufgebaut. Eigentlich wird damit die halbe Wirklichkeit 50 mal pro Sekunde wiedergegeben (und aufgezeichnet)

Pixel

Das Fernsehbild besteht aus 576 horizontalen Bildlinien mit 720 Punkten pro Linie (das sind über 400.000 Pixel pro Bild). Farbfernsehen wird mit drei Farben pro Bildpunkt wiedergegeben. Bei der digitalen Aufnahme können sogenannte 3-Chip-Kameras jede Farbe mit einem extra Bildchip aufnehmen (auch Charge Coupled Device, CCD, genannt). 1-Chip-Kameras nehmen mit einem Chip alle drei Farben auf. In diesem Fall sind die lichtempfindlichen Pixel auf dem Bildchip in Vierergruppen gruppiert, einer für rot, einer für blau und zwei für die grünen Lichtanteile, weil das menschliche Auge am empfindlichsten für grün ist.