4.2.1 Premiere


Premiere ist ein einfach zu benutzendes Programm zur Videobearbeitung und bietet viele kreative Möglichkeiten. In diesem Reader werden die Grundlagen erklärt.

Folgende Themen werden im Reader behandelt:

- Getting started ! - die Premiere-Benutzer-Oberfläche
- Capture - Video in den Rechner ziehen
- Schneiden - Szenen auf Timeline ziehen & kürzen
- Übergänge / Überblenden
- Color Matte
- Bildsprung
- Stills - einen Frame exportieren
- Titel & Untertitel
- Ton - bearbeiten & andere Tonquellen
- Zeitraffer und Zeitlupe
- Transparenz
- Motion - bewegende Bilder
- Pixeln - Gesichter unkenntlich machen

Rechner

Für Videoschnitt mit Premiere 6.5 ist ein Rechner mit einem 1.5 GHz Pentium IV Prozessor (mind.), 256 MB Arbeitspeicher und einer Festplatte von mind. 60 GB (7200 rpm) angesagt. Natürlich gilt 'mehr ist besser', weil das Berechnen von Übergängen usw. dann schneller geht.
Für das Importieren von digitalem Videomaterial ist ein IEEE-1394-Eingang (firewire) notwendig.

Für die Festplatte gilt: 5 Minuten Video brauchen einen Speicherplatz von ca. 1 GB, wobei das Rohmaterial (die Videoschnipsel, aus denen das Video zusammengeschnitten wird) Speicherplatz einnimmt, aber auch das fertige Video, das am Ende berechnet wird. Es ist angesagt, die Festplatte zu partitionieren, d.h. einen Teil mit Programmen zu belegen und einen Teil zu haben, auf dem nur Videofiles gespeichert werden. Partitionen von z.B. 30 GB sind sinnvoll. Es ist wichtig, die Partition, in der ein Projekt angefangen wird, am Anfang zu defragmentieren. Die Videofiles liegen dann nicht verstreut über die ganze Festplatte; dadurch ist ein späterer Zugriff schneller möglich.



Getting started !

Wenn Premiere hochgefahren wird, müssen zunächst die Einstellungen ausgewählt worden.



Normalerweise wird digitales Video im europäsche PAL-Format verarbeitet, deswegen: "DV PAL Real-time Preview, Standard 48kHz" auswählen. Bei Video Settings ist der Compressor dann "Microsoft DV (PAL)", Frame Size "720x576", Pixel Aspect Ratio "D1/DV PAL (1.067)", Frame Rate "25" und Depth "Milions", Quality "100%".

Nach 'OK' öffnet sich die Premiere-Benutzer-Oberfläche. Dort gibt es folgende wichtige Fenster:

Das Projektfenster: Hier befinden sich die Videoszenen, aus denen das Video zusammengesetzt wird.

Die Timeline: Hier werden die Szenen eingefügt und das Video zusammengesetzt. Es besteht aus mehreren Videospuren, wobei Szenen, die in einer höheren Spur liegen, diejenigen, die darunter liegen, abdecken. Für die Tonspuren gilt, dass alle gleichzeitig zu hören sind. Im Reader werden wir das sogenante A/B-Editing erklären: die Video 1-Spur besteht eigentlich aus zwei Spuren mit einer Spur dazwischen für Übergänge (Transitions). Unter 'Window' > 'Workspace' kann das 'A/B-Editing' eingestellt worden.

Das Monitorfenster: Hier ist eine Vorschau zu sehen, wie das Video aussehen wird.



Im rechten Fenster kann eine Vorschau der Timeline angeschaut werden. Im linken Fenster kannst du dir einzelne Video-Szenen aus dem Projekt-Fenster anschauen und einkürzen. Mit den Symbolen in der Mitte kann zwischen den Fenstern gewechselt werden.

Neben diesem Fenster gibt es noch ein paar andere, in denen z.B. die Übergange aufgelistet sind. Es macht Sinn, die verschiedene Fenster so anzuordnen, dass sie überschaubar sind und soviel von der Bildschirmoberflache wie möglich benutzt werden kann. Diese Anordnung kann abgespeichert werden unter 'Window' > 'Save Workspace...' Dort kann ein Name eingegeben werden und immer, wenn Premiere hochgefahren wird, kann diese Einstellung dann ausgewählt werden. Beispiel:




Weitere Vorschau-Möglichkeiten

Neben der Vorschau im Monitor-Fenster kann es beim Schneiden sehr hilfreich sein, die Bilder in einem grösseren Format zu sehen. An die mit Firewire an den Computer angeschlossene Kamera kann über den analogen Ausgang der Kamera auch ein Fernseher oder ein weiterer Monitor angeschlossen werden. An einem Laptop kann auch oft ein zweiter analoger Monitor angeschlossen werden: auf dem Laptop wird die Benutzer-Oberfläche wiedergegeben und auf dem Monitor nur das Vorschaubild.