4.3 Video ausspielen

auf
Tape

Wenn uns das Video endlich gefällt und wir es rausspielen wollen, geht das so:

Zuerst müssen wir alle Previews berechnen lassen. Dazu klicken wir auf 'Projekt' > 'Berechnen des Arbeitsbereichs' ('Render Work Area') . Der Arbeitsbereich ist der Bereich auf der Timeline, der durch den gelben Balken festgelegt wird. (Wenn wir die Position des gelben Balkens verändern, müssen wir diese Veränderung speichern!). Danach müssen wir das Projekt wieder speichern, damit die berechneten Previews gespeichert sind. Das Berechnen der Previews ist nicht absolut notwendig, aber das Berechnen des Films geht damit schneller. Auserdem kann nach dem Berechnen aller Previews nochmal probegeschaut werden.

Dann lassen wir einen Film berechnen. Dazu klicken wir 'File' > 'Export Timeline' > 'Movie' ('Film'). Wenn der Film fertig berechnet ist, öffnet sich ein neues Fenster, in dem wir uns den fertigen Film anschauen können.

Als nächstes öffnen wir ein neues Projekt und importieren das fertige Filmchen und legen es auf der Timeline. Das Projekt speichern. Dann die Kamera anschliessen und auf VCR stellen.
Wenn wir 'File' > 'Export Timeline' > 'Export to Tape' klicken, spielt der Rechner den Film auf das Tape in der Kamera (bei der Kamera auf 'Aufnehmen' drücken!).
Die Zwischenschritte sind notwendig, um eine möglichst fehlerfreie Version des Clips zu bekommen. Der Rechner kann den File als Ganzes von der Festplatte lesen und muss nicht die Teile, aus denen das Video zusammengesetzt ist, 'suchen' oder Übergange berechnen.


als Mpeg oder Real

Eine andere Möglichkeit, das Video auszuspielen, ist es auf mpeg1- oder real-Format zu komprimieren. Dazu klicken wir 'File' > 'Export Timeline' > 'Adobe MPEG Encoder' oder 'Adobe RealMedia Export'.

Mpeg1 ist von der Datenmenge grösser als das Real-Format und deswegen nur für InternetbenutzerInnen mit einem relativ schnellen Internetzugang geeignet. Der Vorteil von Mpeg1 ist, dass es auch möglich ist, es sich Fullscreen anzugucken, z.B. auch mit einem Beamer. Wegen der Komprimierung ist es natürlich schlechter, pixeliger als das Orginal. Mpeg1 ist eine einfache Möglichkeit, um Video auf CD zu verbreiten.
Der Encoder ist Teil von Premiere 6.5. Er produziert eine relative gute Bildqualität bei folgenden Einstellungen:

VCD ist ein Standard Mpeg1-Format, mit einem frame size von 352 x 288 Pixel (ein Viertel des Orginals), einer Video bitrate von 1150 kbps und einer Audio bitrate von 224 kbps (44,1 kHz). Darüberhinaus können viele Einzeleinstellungen variiert werden, die Standardeinstellung liefert aber eine gute Qualität.



Real-Format ist geeignet fürs Internet. Am besten können verschiedene Versionen bereit gestellt werden, z.B. eine Modem- und eine DSL-Version. Es ist auch möglich, eine sogenannte Multistream-Version zu machen, aber die muss dann auf einem speziellen Server abgelegt werden. Die Person, die sich das Video angucken will, wird dann bedient mit einer auf ihren Internetzugang abgestimmten Version.
Für die Corporate LAN, eine Verbindung mit einer 150 kbps Datenübertragung, ist folgende Einstellung angesagt: frame size von 240 x 192 Pixel (ein Neuntel des Originals!), Preferences: General: Allow recording, allow download; Surestream: emphasize Video; Video Filter: high quality resize; Video Codec: 2-pass encoding, variable biterate encoding; Target audience setting: single rate real Videos; audio, Target audience: Corporate LAN; Video: 18 Frames, Target bitrate: 150.



Es ist praktisch, Videos in zwei Qualitäten on-line anzubieten, z.B. eine Modem-Version und eine DSL-Version, damit sowohl Leute mit einer langsameren als auch mit einer schnelleren Internet-Verbindung entsprechend das Video runterladen können. Folgende Einstellungen können benutzt werden:

RealMedia Clip Settings:
Audio Format: Stereo Music, Video Quality: Normal Motion Video
Preferences:
General: Allow Recording und Allow Download, SureStream: RealPlayer G2 und Emphasize Audio, Video Filter: Noise Filter off, Resize Filter High Quality Resize und De-Interlace Filter, VideoCodec: RealVideo 8.0 und 2-pass Encoding, Advanced: 15 seconds und 10000 miliseconds, Target Audience Settings: Single-rate

  • Für Modem-Version: 28K Modems, RealAudio: 28K Modem und Audio Only, RealVideo: Video: 28K Modem, Target Bitrate: 28K Modem
  • Für DSL-Version: 256K DSL/Cable Modem: RealAudio: 256K DSL/Cable Modem und Audio Only, RealVideo: Audio: 256K DSL/Cable Modem, Video: 256K DSL/Cable Modem, Target Bitrate: 256K DSL/Cable Modem

Export Range: Work Area, Width: 240 & Height: 192, Maintain Aspect Ratio: on


auf VHS oder DVD


Das auf mini-DV ausgespielte Mastertape kann benutzt werden, um Kopien auf VHS zu machen. Mittlerweile hat DVD einen grossen Sprung gemacht und drückt das VHS-Format aus dem Markt.

Das fertig berechnete Video (.avi), kann mit Hilfe eines speziellen Programms in eine DVD umgewandelt werden. Diese Programme sind oft so ausgerichtet, dass der/die BenutzerIn Schritt für Schritt hindurch geleitet wird. Es ist möglich ein Menü zu machen, ein Anfangsbild und einen Titel zu erstellen. Es ist auch möglich, mehrere anwählbare Tonspuren auf die DVD zu legen und auch verschiedene Untertitel zu erstellen.

Vorteile von DVD gegenüber VHS:
- Sie sind billiger zu verschicken.
- Sie sind schneller herzustellen, weil das Brennen schneller geht als die reale Laufzeit, die ein Video hat.
- Die oben genante Menü-Funktion macht es möglich, schnell zu einer bestimmte Stelle im Video zu springen.

Die Bildqualität von VHS ist im Prinzip besser, weil DVD eine Kompression der Bildinformation ist. Die Qualität von VHS wird aber von Kopie zu Kopie schlechter, die von DVD bleibt gleich. Beide Formate haben aber keine ewige Lebensdauer: VHS verliert langsam an Qualität wegen der Entmagnetisierung der Bänder, eine DVD ist einfach irgendwann nicht mehr lesbar.